Konzept

PARALLEL VIENNA BESPIELT ZEITGLEICH MIT DEN SALZKAMMERGUT FESTWOCHEN GMUNDEN VON 22.7. BIS 26.8.2022 DEN TOSCANAPARK MIT SKULPTUREN.

PARALLEL VIENNA präsentiert zum zehnjährigen Jubiläum der Kunstmesse erstmalig das Format PARALLEL SKULPTURENPARK. Wir freuen uns, Ihnen dieses neue Programm vorzustellen, das von Juli bis August 2022 im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden im Toscanapark stattfinden wird.

Der Skulpturenpark wird während der gesamten Zeit frei zugänglich sein und Besucher*innen einladen, auf der Insel zu verweilen.

Es werden über das gesamte Areal eine Auswahl von bis zu 35 zeitgenössische Skulpturen von international agierenden Künstler*innen gezeigt. Der Toscanapark in Gmunden bietet wunderschöne Spazierwege

entlang des Sees und rund um die Villa Toscana, die durch die Skulpturen neu erlebt werden können. PARALLEL VIENNA ist es ein Anliegen, gemeinsam mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden die Kulturszene zu fördern. In weiterer Folge soll im Hinblick auf das Jahr 2024, in dem Bad Ischl den Titel Kulturhauptstadt Europa trägt, das Programm jährlich wachsen.

PARALLEL Skulpturenpark-gmunden-booklet-final (1)-1

Alessandro
Albrecht

Alessandro Albrecht ist ein österreichischer KĂŒnstler, der seit 2020 an der Akademie der Bildenden KĂŒnste in der Martin Guttmann Klasse studiert.

Die Variationen seiner fotografischen und skulpturalen Arbeiten, loten den Bedeutungszusammenhang zwischen individuellen und gesellschaftlichen Merkmalen aus.

Die Arbeit „Karriereleiter“ befasst sich mit der Polarisierung der gesellschaftlichen Rangordnungen. Die anti-hierarchische Konsequenz, fordert einen Prozess gesamtgesellschaftlicher Koproduktion. Die Kritik greift auf das Material aus, und stellt das kulturelle SelbstverstĂ€ndnis Österreichs in Frage.

“Karriereleiter” 2022, 200cm x 80cm x 80cm, Metall

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Alessandro Albrecht
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Monica
Bonivicini

Monica Bonvicini (* 1965 in Venedig, Italien) ist eine italienische KĂŒnstlerin und Professorin fĂŒr Bildhauerei. Bonvicini beschreibt in ihren medienĂŒbergreifenden Installationen geschlechter- und machtspezifische GefĂŒge, die sich auf politisch gesellschaftliche Kontexte beziehen. Sie interessiert im Speziellen die Kodierungen öffentlicher RĂ€ume in Bezug auf die Wechselbeziehungen von Architektur, SexualitĂ€t, Politik und ReprĂ€sentation.

 

So Male,
Rote doppelrohrige Neon Buchstaben, Stromkabel
80 x 120 cm
2022

Courtesy of Galerie Krinzinger and Monica Bonvicini

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Monica Bonivicini
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CĂ€cilia
Brown

CĂ€cilia Brown beschĂ€ftigt sich in ihren Skulpturen mit den AlltĂ€glichen. Poller, Straßenschilder, Mistkübel sind Bestandteile ihrer Werke, im Alltag dirigieren sie uns allein schon positionsbedingt. Es ist auch dieses Inventar, welches bei Aufruhr beschĂ€digt wird, wenn die Sicherheit nicht mehr gegeben ist, oder wenn sich die Ordnung etwa in Form von halbunternommener, administrativ geleiteter Vertreibung gegen Bürger richtet.

Aus der Serie Luxusprobleme: „Schön als Zeuge“
Jahr: 2015
Material: Gips, Stahl
GrĂ¶ĂŸe: 160 x 70 x 30 cm

Courtesy of Gabriele Senn Galerie and the artist

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CĂ€cilia Brown
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Christian
Eisenberger

Christian Eisenberger begann seine Ausbildung 1999 in der HTBLVA Graz-Ortweinschule in Graz. Anschließend studierte er von 2000 bis 2004 Transmediale Kunst in der Klasse von Brigitte Kowanz an der UniversitĂ€t fĂŒr angewandte Kunst Wien. 2013 nahm Eisenberger auf Einladung der Galerie Krinzinger am Artist in Residence Programm der one world foundation in Sri Lanka teil.

Picknick,
Leinwandrolle, Aluguss
Zwischen 60 cm 180 x 120 x 20 cm
2015 – 2022

Courtesy of Galerie Krinzinger and the artist

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Christian Eisenberger
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Judith Fegerl

Judith Fegerl lebt und arbeitet als freischaffende KĂŒnstlerin in Wien, studierte an der UniversitĂ€t fĂŒr Angewandte Kunst Wien und an der Akademie der bildenden KĂŒnste Wien.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die symbiotische Verbindung von Mensch und Maschine, Körper und Technik, Raum und Zeit.

Contact,
Solarpaneele, Stahlgestelle verzinkt
180 x 130 cm
2019

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Judith Fegerl
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Bruno Gironcoli

Bruno Gironcoli gehört zu den wichtigste KĂŒnstler*innenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Einem breiteren Publikum ist er durch seine spĂ€ten Großplastiken bekannt, in denen archetypische Figuren und Triviales zu futuristisch anmutenden Konglomeraten verschmelzen. Dabei ist er international gesehen einer der wichtigsten Bildhauer seiner Generation. Das Wort Kompromiss ihm dabei fremd. Er entzieht sich konsequent den Mechanismen des heutigen Kunstmarktes und stellt sich durch selbstkritische Skepsis und Zweifel am institutionalisierten System jeder vereinfachenden PrĂ€sentation seiner Werke entgegen.

Ohne Titel, Kinderwagen
Aluminiumguss
150,2 x 195,8 x 78,6 cm
1966 – 1989 / 2001

Courtesy of Galerie Elisabeth & Klaus Thoman and the artist

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Bruno Gironcoli
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Martin Grandits

Martin Grandits (1982) schafft es in seinem Werk, die Ästhetik auch im AlltĂ€glichen wahrzunehmen. Ein Logo, ein Brotaufstrich oder eine Bierbank – alles kann Grundlage fĂŒr eine kĂŒnstlerische Idee sein – und ein T-Shirt ist dabei als TrĂ€germedium nicht weniger geeignet, als eine auf Keilrahmen gespannte Leinwand. Mit beeindruckender Nonchalance assoziiert er sich zwischen Tinder und Picasso quer durch die Popkultur und Kunstgeschichte und macht meistens dort Halt, wo man es am wenigsten von ihm erwartet. Sein WeggefĂ€hrte ist dabei stets der kritische Blick und immer auch der Humor, einerseits als Stilmittel und andererseits als Waffe gegen das Pathetische. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Skulptur und visuelle Konzepte fĂŒr den öffentlichen Raum.

LKS, (Size does matter)
Bronzeguss
110 x 130 x 90 cm
2022

Courtesy of PARALLEL VIENNA and the artist

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Martin Grandits
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Martin Grandits

Courtesy of PARALLEL VIENNA and the artist

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Martin Grandits
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Begi Guggenheim

Begi Guggenheim (1977) schafft Werke, die anachronistisch erscheinen, wie „aus der Zeit gefallen“, ihre gestalterische Morphologie ist unverwechselbar. Seine Arbeiten beleuchten die SpontanitĂ€t des Experimentierens. Organische Formationen, die an das Leben erinnern, paaren sich mit maschinell-funktionalen Elementen, sogar futuristischen Elementen, die in poetischer Herangehensweise gespiegelt oder vereint werden. Es gilt zarte und raue Elemente nebeneinander zu entdecken und diese starken GegensĂ€tze auszuhalten.

Molekular,
Aluminiumguss, Ed. 3 + AP
31 x 78 x 92 cm
2020

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Begi Guggenheim
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Adrian Hall

Adrian Hall von The Good Bush Project zeigt eine Skulptur aus Gips, Draht und synthetischem Flechthaar. Die Arbeit stellt die Bedeutung der Haarkultur fĂŒr ihre IdentitĂ€t und Gemeinschaft dar.

Entanglement,
Pappmaché, Ton, Draht, Kunsthaar, Acrylfarbe
Ca. 40 x 40 x 120 cm
2022

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Adrian Hall
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Xenia Hausner

Xenia Hausner studierte BĂŒhnenbild an der Akademie der Bildenden KĂŒnste in Wien und der Royal Academy of Dramatic Art in London. Zwischen 1977 und 1992 schuf Xenia Hausner ĂŒber 100 Ausstattungen fĂŒr Theater und Oper. Als Tochter des österreichischen Malers Rudolf Hausner war Kunst bereits von klein auf Teil ihres Alltags. Ihre Werke werden international in Galerien und Museen gezeigt. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Wien.

In ihrem malerischen Werk beschĂ€ftigt sie sich mit dem Menschen. Thematisch fĂŒhrt sie den Betrachter in eine rĂ€tselhafte Bildwelt.

Game Over,
Keramik, jedes Objekt Unikat aus einer Serie von 12, handsigniert und nummeriert
35 x 35 cm
2021

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Xenia Hausner
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Julia Haugeneder

FĂŒr die Faltungen der KĂŒnstlerin, mischt Haugeneder Buchbinderleim mit Pigment und formt bzw. faltet dieses im Flachen getrocknete Material. Die beiden gezeigten Skulpturen aus Liquid Plastic, der waschechten/wetterfesten Variante ihres Materials, sind als kollektive Faltung gemeinsam mit 10 Kolleg*innen im Mai 2022 im Rahmen eines Filmdrehs entstanden.

In ihrem Diskurs ĂŒber den kĂŒnstlerischen Prozess stellt die KĂŒnstlerin die Schritte des Herstellens in den Vordergrund. Aktionen wie Gießen, Schneiden, Falten, „Material-Machen“ werden gleich als erste AnnĂ€herungsmöglichkeit an ihre Arbeit vorgeschlagen.

Faltung 331, Waschecht, aus der Serie: Eine Person und ein Esel zusammen wissen mehr als eine Person allein.
Liquid plastic, Seil
18 x 78 x 170 cm
2022

Courtesy of Galerie Elisabeth & Klaus Thoman and the artist

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Julia Haugeneder
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Jeppe Hein

Jeppe Hein, geboren 1974 in Kopenhagen, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen KĂŒnstler Skandinaviens. Seine Arbeiten pendeln zwischen Minimal Art und Konzeptkunst. Im Zentrum seines Schaffens stehen die menschliche Interaktion und soziale Beziehungen.

Modified Social Bench D,
Stahl, pulverbeschichtet
60 x 180 x 80 cm
2006

Courtesy of KÖNIG GALERIE and the artist

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Jeppe Hein
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Sophie Hirsch

Twist and Reach (2020) ist eine Messingskulptur, die von den Feinheiten des Körpers inspiriert ist und in der Hirsch die aktiven BedĂŒrfnisse des Gleichgewichts durch die Koexistenz von StĂ€rke und Verletzlichkeit erforscht. Wie beim Jenga-Spiel, bei dem eine Reihe von aufeinander gestapelten Blöcken eine zunehmend instabile Struktur bilden und die Bewegung jedes Blocks die gesamte Komposition beeinflusst, nimmt die KĂŒnstlerin den Körper als eine Struktur wahr, die sich stĂ€ndig verschiebt, um sich an seine verĂ€nderten UmstĂ€nde anzupassen. Indem sie versteht, wie solche Kettenreaktionen die Form bestimmen, ist Hirsch in der Lage zu erkennen, welche Teile der Skulptur verankert werden mĂŒssen, damit andere sich frei bewegen können – das Ergebnis ist eine Skulptur, die sowohl geerdet als auch leicht ist.

Side Twist
Messingguss
37 x 138 x 55 cm
2020

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Sophie Hirsch
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Richard Hoeck

Due to the increasing shift of our everyday life into digital spaces, our perception of bodies, images, materials and surfaces is constantly shifting. Within this fluid relationship of objects and visual representation, mannequins occupy a borderline area of perception between materiality, pretence and artifice. The sculptures were made in 2020, by disassembling damaged mannequins, which were then put back together from the debris; a production process of “recut” mannequins in which one figure emerges from the remains of many. In the case of “MANNEQUIN DEBRIS”, the colour of the figures becomes part of their projected image. Wrapped in radiant green – the same hue used to make backgrounds and objects digitally interchangeable in a blue box – they take on the character of digital animations; another level of fiction added to the inanimate yet lifelike figures.

Mannequin Debris,
Polyurethan in Reflexgrün lackiert
99 x 165 x 91 cm
2021 – 2022

Courtesy of Gabriele Senn and the artist

Inquiry
Sophie Hirsch
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Ma Jia

Ma Jia ist eine chinesische KĂŒnstlerin, die in Wien lebt und in den Bereichen Malerei und Bildhauerei arbeitet. Sie wurde 1981 in Jilin, China, geboren. Von 2001 bis 2005 studierte sie an der Central Academy of Fine Arts in Peking. Im Jahr 2011 zog Ma Jia nach Wien und begann ihr Studium an der Akademie der bildenden KĂŒnste.

 

In ausgestellten Werk steht jedes Rohr fĂŒr eine Zahl. Zusammen bilden sie das Diagramm des Lo Shu.

Das Lo Shu ist ein altes chinesisches, mathematisches und philosophisches Diagramm und ein wichtiges Emblem im Feng Shui.

Das magische Lo Shu-Quadrat war ein wichtiges Modell fĂŒr Zeit und Raum. Es diente als Grundlage fĂŒr die Stadtplanung und die Gestaltung von GrĂ€bern und Tempeln. Das magische Quadrat wurde auch verwendet, um RĂ€ume von politischer und religiöser Bedeutung zu kennzeichnen.

Das Werk ist eine Verschmelzung der modernen abstrakten Kunstsprache mit der alten chinesischen Kultur.

Untitled,
Stahl
Zwischen 30 – 100 cm
2022

Inquiry
Ma Jia
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Michael Kienzer

Geboren 1962 in Steyr, Österreich, lebt und arbeitet in Wien, Österreich. In seinen Arbeiten beschĂ€ftigt er sich mit Objekten, Installationen und Zeichnungen und thematisiert Begriffe wie Raum, Zeit, FlĂ€che und Verdichtung. Seine lapidaren Interventionen, die mit den Mitteln des Raumes arbeiten, das Wirken physikalischer KrĂ€fte verschieben und konzentrieren, stören und verĂ€ndern so scheinbar unverrĂŒckbare Strukturen des Ortes.

Kreise,
Aluminium, Stahl verzinkt
296 x 220 x 228 cm
2020

Courtesy of Galerie Elisabeth & Klaus Thoman and the artist

Inquiry
Michael Kienezr
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Ronald Kodritsch

Ronald Kodritsch besuchte von 1990 bis 1992 die Meisterschule fĂŒr Malerei in Graz bei Gerhard Lojen. Danach zog er nach Wien und studierte an der Akademie der bildenden KĂŒnste Wien bei Gunter Damisch. Studienaufenthalte fĂŒhrten ihn nach London an das Chelsea College of Art and Design, nach Paris, New York und mehrfach nach Asien. Kodritsch lebt in Wien und Phnom Penh in Kambodscha. Kodritschs kĂŒnstlerisches Feld ist medienpluralistisch. Der stĂ€ndige Wechsel zwischen traditionellen Medien wie Malerei und Zeichnung, der Fotografie und dem bewegten Bild bestimmen sein Werk.

Doppelknotenblätterpilz,
Eisen, Styropor, Epoxydharz, Lack
290 cm
2020

Courtesy of Galerie ESTERMANN + MESSNER and the artist

Inquiry
Ronald Kodritsch
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Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz (1957-2022) thematisiert in ihrer Arbeit die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Lichts. Neben der Sprache diente ihr das Licht als kĂŒnstlerisches Gestaltungsmedium, das in BehĂ€ltnissen eingefangen, auf FlĂ€chen zerstreut oder in feste Formationen gezwungen wird und so stets neue Gestalt gewinnt. Licht wurde dabei zum Material und zur Metapher bei der Suche nach neuen Formen der Darstellung der sichtbaren Wirklichkeit.

Brigitte Kowanz studierte von 1975 bis 1980 an der UniversitĂ€t fĂŒr angewandte Kunst Wien und war dort von 1997 bis 2021 als Professorin tĂ€tig. Zum Abschluss ihrer 25-jĂ€hrigen LehrtĂ€tigkeit wurde sie mit dem Ehrenring der UniversitĂ€t fĂŒr angewandte Kunst Wien ausgezeichnet. 2009 wurde ihr der Grosse Österreichische Staatspreis fĂŒr Bildende Kunst verliehen und 2017 vertrat sie Österreich auf der 57. Biennale von Venedig (gemeinsam mit Erwin Wurm).

In light of light,
Neon, Edelstahl
20 x 125 x 15 cm
2017

Courtesy of Galerie Krinzinger and Studio Brigitte Kowanz

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Studio Brigitte Kowanz
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Albert Mayr

Das ƒuvre von Albert Mayr lĂ€sst sich am besten als erweiterte Skulptur beschreiben, als Ausdruck in Raum, Material und Form.  Sein kĂŒnstlerisches Alterego Jonny Hawaii ĂŒberschreitet die allgemeinen Grenzen zwischen Rauminstallation und Klang.

In seiner Arbeit weist er oft auf die Mehrdeutigkeit und WillkĂŒrlichkeit der Dinge hin: das Gewöhnliche wirkt oft außergewöhnlich, das Funktionale scheint dysfunktional oder funktionell verschieden; die SelbstverstĂ€ndlichkeit von Dingen und Überzeugungen wird ausgesetzt ― es zĂ€hlt der Wille zu experimentieren, mit der FlexibilitĂ€t und den Möglichkeiten unserer Entscheidungen.

Idiophonic Exercise Nr. 7,
Holz, Wasser, Wasserpumpen, Schlauch, Metall, Bambusrohr
130 x 90 x 120 cm
2022

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Albert Mayr
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Anna Paul

In ihrer Arbeit baut Anna Paul skulpturale partizipative Umgebungen, die alltĂ€gliche Rituale und die Beziehung zwischen der Gesellschaft und ihren Produkten verhandeln. Sie hat einen Master of Architecture von der UniversitĂ€t fĂŒr angewandte Kunst in Wien und lebt und arbeitet derzeit in Wien.

On Bathing Culture,
Kunststoff mit PU Beschichtung
110 x 60 x 40 cm
2018

Inquiry
Anna Paul
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Elisabeth Penker

Elisabeth Penker studierte Bildhauerei an der Akademie der bildenden KĂŒnste in Wien bei Bruno Gironcoli und war Theorieforscherin an der Jan van Eyck Academie (Maastricht, NL) und Artist in Residence am WIELS (BrĂŒssel).

Bench – Shelf,
Acryl auf Birkensperrholz
46 x 151 x 42 cm
2003

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Elisabeth Penker
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Roman Pfeffer

Die Skulptur Stripped bare Mazzocchio III bezieht sich auf eine ringförmige Kopfbedeckung, welche auch in der Malerei von Paulo Uccello als geometrische, schwarz – weiße Kopfbedeckung. Paulo Uccello beschĂ€ftigte mit der Form des Mazzocchios als mathematisches Objekt mit 16 oder 32 Teilen und mit seiner perspektivischen Darstellbarkeit inbegriffen das Licht und Schattenspiel. Der Mazzocchio war eine fĂŒr diese Zeit, in der die Entwicklung der perspektivischen Gesetze Thema war, eine komplexe mathematische Form der Purheit, deren Darstellung höchster Anforderung bedurfte.

Das Motiv der Kunst- und Kulturgeschichte wird von Roman Pfeffer aufgegriffen, der Zustand verĂ€ndert und neu interpretiert. Die Segmente des Rings, neu geordnet, ergeben eine Linie, Spirale oder auch andere Formen mit Licht und Schattenaspekten. Vorhandenes wird in eine neue Ordnung gebracht, eine andere Sichtweise und Interpretation wird möglich, wo Zahlen und Maße als Systeme einer Ordnung Bezugspunkte sind.

Stripped bare Mazzocchio III,
Stahl
205 x 150 x 67 cm
2022

Courtesy of Galerie ESTERMANN + MESSNER and the artist

Inquiry
Roman Pfeffer
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Moritz M. Polanksy

In Moritz M. Polanskys Werk werden zum einen allgemein gebräuchliche Objekte und Ma- terialien ihrer ursprünglichen Funktion enthoben und neu kontextualisiert. Andererseits verbindet der Künstler seine sub- tilen Eingriffe mit fundamentaler Gesellschaftskritik, die sich stets aus den Objekten selbst und dem Umfeld, in dem sie präsentiert werden, entfaltet.

Am deutlichsten manifestiert sich dies in den „archidyna- mischen“ Schlauchinstallationen. Bei den „Parallel Tubes“ werden schwarze, prall gefüllte Schläuche in ungewohnte Räume transferiert.

Die Schläuche scheinen sich an die Oberfläche– ans Licht – zu Zwän- gen, wobei sie sich überragen, sich ge- genseitig den Raum absperren und um Luft ringen. Jeder Schlauch reagiert auf den Druck der anderen Tubes; man ist mit spannungs- geladenen Kommu- nikationsgefaÌˆĂŸen konfrontiert

Parallel tubes,
Gummischläuche
3 x 2m
2017

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Moritz M. Polansky
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Rainer Prohaska

Rainer Prohaska (*1966 Krems/Donau) lebt und arbeitet in Wien. Er hat an der KunstuniversitĂ€t Linz und an der UniversitĂ€t fĂŒr angewandte Kunst in Wien „Experimentelles Mediales Gestalten“ studiert. Seine Kunstprojekte realisiert er weltweit.

Das “SOTTOMARINO FREDERICA FELLINI” wurde fĂŒr die Eröffnung der “Biennale del Arte – 2022” in Venedig als Auftragsarbeit realisiert. Dabei handelt es sich um ein ca. 7m langes (aufgetauchtes) U-Boot, das sich als ironischer Kommentar zu den eher langweiligen Bootskonstruktionen der Lagune von Venedig verstand.
SchwerfĂ€llig und tapsig “gondelte” die abstrakte Konstruktion mit sehr geringer Reichweite fĂŒr eine Woche durch die KanĂ€le der Wasserstadt. Die dadaistische Note wurde durch seine Kurzlebigkeit noch zusĂ€tzlich unterstrichen.
Letztendlich stehen die 7 Tage, an denen das SOTTOMARINO durch die KanĂ€le Venedigs trieb in einem eleganten UnverhĂ€ltnis zum enormen Arbeitsaufwand, der fĂŒr den Bau dieses Kunstobjekts in der strukturfeindlichen Lagune erforderlich war. Von der Anlieferung, ĂŒber den Transport der Bauteile bis zur Fertigstellung des Kunstwerkes versteht sich der performativer Akt seiner Entstehung als wichtiger Teil der Arbeit.

Sottomarino Federica Fellini, Un sottomarino verrà a salvarci tutti, (Ein U Boot wird kommen
und uns alle retten)
Aluminium, Holz, Kunststofftanks, Zurr-Gurte, Kabelbinder
7 x4 x4 m
2022

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Rainer Prohaska
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Sarah Rechberger

Das Sonnenbecken ist eine schwarze konkave Vertiefung in der Erde. Die Negativform einer Kugel, eine Art Landefläche für die Sonne.
Wird das flache schwarze Becken mit Wasser gefüllt, entsteht ein natürlicher Spiegel, der die Atmosphäre und die Sonne reflektiert.

„Meine Arbeiten fungieren nicht nur als Methaper fĂŒr soziale Systeme, sie realisieren diese auch. Ich erfahre mehr ĂŒber dieses Thema durch meine Arbeit, Installationen, Skulpturen und die Natur. Die Bilder liefern möglicherweise AufschlĂŒsse fĂŒr soziales Verhalten, aber erklĂ€ren es nicht definitiv. Ich setzte Schimmelpilze, asymbiotische Orchideen, Wasser-, Luftsysteme und GefĂ€ĂŸe als Gestaltungsmittel ein, um Situationen zu schaffen, die soziale Systeme vielleicht verstĂ€ndlicher machen.“ (Rechberger)

Sonnenbecken,
Keramik, Wasser, Farbe schwarz
32.5 x 5.5 cm
2010

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Sarah Rechberger
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Gert Resinger

Gert Resinger wurde 1984 in Wien geboren und wuchs am Wörthersee auf. Er studierte Malerei an der UniversitĂ€t fĂŒr angewandte Kunst bei Johanna Kandl, Thomas Zipp und Henning Bohl. Ausstellungen hatte Resinger bisher in Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Mexiko und den USA. „

Der KĂŒnstler beschĂ€ftigt sich mit dem Streben der Menschheit nach dem idealen ewigen Dasein. Da dies aber fĂŒr menschliche Wesen nicht zu erreichen ist, stellt man sich dieses Dasein fĂŒr Andere vor. Man betrachtet stĂ€ndig seine eigene Unvollkommenheit und trachtet nach etwas Höheren.

Wet,
Styropor, Epoxy, Lack, Metall, Seil
90 x 90 x 100 cm
2020 – 2022

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Gert Resinger
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Peter Sandbichler

Seit mehreren Jahren entstehen im Atelier von Peter Sandbichler mit betrĂ€chtlichem Körpereinsatz des KĂŒnstlers die Vorlagen fĂŒr die zahlreichen Arbeiten, die er durchaus ironisch als Alte Schachteln bezeichnet. Es handelt sich hierbei um strukturelle Elemente, welche als Sitzgelegenheiten benutzt werden oder einfach als AblageflĂ€chen fĂŒr menschliche Körper in verschiedensten Posen dienen können. Die Alten Schachteln entstehen, wie es die Bezeichnung der Arbeiten bereits vorgibt, aus alten Kartonschachteln, die der KĂŒnstler unter Einsatz seines gesamten Körpergewichts in einem performativen Akt in seinem Studio so verformt, dass ihre ursprĂŒngliche Form und FunktionalitĂ€t verloren geht. Explizit spielen in diesen Arbeiten neben den Prozessen der Umformung auch Themen wie MaterialitĂ€t und Gebrauchswert, sowie die Bedeutung von OberflĂ€che und Form eine zentrale Rolle. So wird die Fragestellung rund um den Zusammenhang zwischen Bildern und Inhalten immer wieder neu aufgerollt.

Text: Sabine Gamper, April 2018, aus: Peter Sandbichler, Recent Works

Alte Schachtel, #09/2/2017
Bronze
59 x 82 x 65 cm
2017

Courtesy of Galerie Elisabeth & Klaus Thoman and the artist

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Peter Sandbichler
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Hubert Scheibl

Hubert Scheibl zĂ€hlt seit Jahrzehnten zu den international anerkanntesten österreichischen KĂŒnstlern. Er studierte bei Max Weiler und Arnulf Rainer an der Akademie in Wien. In den 1980er Jahren stand er in der ersten Reihe der „Neuen Wilden“. Seine Malerei und Bildhauerei haben sich seither kontinuierlich weiterentwickelt. Noch immer ist der Ursprung seiner Motive die Natur, aber es ist nicht die harmlose Natur der Postkarten und Romantiker, sondern eine Natur voll ungeheuerlicher KrĂ€fte, denen unsere Existenz ausgeliefert ist. Seine dynamisch abstrahierten Bilder erinnern an kosmische Strukturen, sie entwickeln sich im Spannungsfeld von Enge und Weite, Chaos und Ordnung, Entfaltung und EinschrĂ€nkung; sie beziehen ihre Kraft aus ihren GegensĂ€tzen.

Cocodrillo Imbaösamato,
Styropor, Epoxiharz
100 x 270 x 120 cm
2008

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Hubert Scheibl
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Eva Schlegel

Eva Schlegel, geboren in Tirol, schloss 1985 ihr Studium an der UniversitĂ€t fĂŒr angewandte Kunst ab. Bis 2006 war sie Professorin fĂŒr Kunst und Fotografie an der Akademie der bildenden KĂŒnste und 2011 Kommissarin fĂŒr den österreichischen Pavillon auf der 54. Biennale von Venedig. Sie hat zahlreiche öffentliche Kunstprojekte im In- und Ausland realisiert.

Untitled,
VSG-Spiegel, Stahlkette
Durchmesser: 160 cm
2019

Courtesy of Galerie Krinzinger and the artist

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Eva Schlegel
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Toni Schmale

Toni Schmale, geboren 1980 in Hamburg, lebt und arbeitet in Wien. Studium an der Hochschule fĂŒr Grafik und Buchkunst Leipzig und an der Akademie der Bildenden KĂŒnste Wien.

In ihrem kĂŒnstlerischen Werk, das neben Skulpturen performative Interventionen, Videoarbeiten und zeichnerische Arbeiten umfasst, hinterfragt Toni Schmale soziale MachtverhĂ€ltnisse und die in einer hegemonialen Gesellschaft bestehenden stereotypen Geschlechterzuschreibungen. Diesen setzt sie, auf die ihr eigene, hintergrĂŒndige und stets radikal unerschrockene Art und Weise, geschlechterpolitische Utopien entgegen. Ihre Skulpturen aus Metall, Beton und Gummi wirken wie dysfunktionale Maschinen eines Fuhrparks; zugleich erwecken sie Assoziationen zu Fitness- und FoltergerĂ€ten, und öffnen ein weites Spielfeld des Begehrens – sei dies jenes der körperlichen Optimierung oder zu Praktiken sexueller Lustbefriedigung.

Antenne,
Feuerverzinkter Stahl, Biresin 450, Beton
Höhe: 360 cm
2015

Courtesy of Christine König Galerie and the artist

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Toni Schmale
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Gisela Stiegler

Die österreichische KĂŒnstlerin Gisela Stiegler beschĂ€ftigte sich zuerst mit Fotografie und entwickelte davon ausgehend ihre skulpturalen Werke, in denen sie die Technik des Schnitzens und Einkerbens anwendet. Das Material Styropor ermöglicht der KĂŒnstlerin dabei nicht nur mit der OberflĂ€che zu variieren, sondern auch in großen Dimensionen zu arbeiten.

Styropor ist ein Material, so Gisela Stiegler, das sich nicht in den Vordergrund spielt, mit dem man zĂŒgig arbeiten kann. Letzteres ist ihr wichtig, um in den Rhythmus und in das Tempo des Schaffensprozesses eintauchen zu können. Das Formenvokabular ihrer Werke ist vielfĂ€ltig, in der grundsĂ€tzlich eine minimalistische Grundhaltung dominiert. Das trotz der intensiven OberflĂ€chenbearbeitung, wo zuweilen tiefe Kerben auf wuchtige Rundungen treffen, diese sich nicht in den Vordergrund spielt, erreicht Gisela Stiegler durch die Farbe. Diese ist nicht gestaltend, sondern im Gegenteil, sie unterstĂŒtzt den, fĂŒr die KĂŒnstlerin wichtigen, abstrakten Gehalt der Skulpturen. Das Interessante bei Stieglers Objekten ist die mehrfache Wahrnehmung.

(AuszĂŒge aus: Parnass, „Studio Diary“, Silvie Aigner, 2020)

Ohne Titel,
Polystyrol mit Armierungsverputz beschichtet
62 x 300 cm Reifendurchmesser: 80 cm
2021

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Gisela Stiegler
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Esther Stocker

Esther Stocker ist Malerin und InstallationskĂŒnstlerin. Ihre Werke formen sich hauptsĂ€chlich aus abstrakten und geometrischen Perspektiven. Dabei stellen die Installationen dreidimensionale Projektionen ihrer GemĂ€lde dar, die ausschließlich mit einer begrenzten Palette von Schwarz, Grau und Weiß hergestellt werden. Ihre Forschung konzentriert sich auf das Sehen und die Wahrnehmung von Raum mit einem sozialen und zeitgenössischen Ansatz.

Ohne Titel, benutzbare Skulpturen, mehrteilig, 2019/2022:
Das Kunstwerk ist die vielteilige und rÀumliche Darstellung einer zeichnerisch-geometrischen Idee eines linearen Netzwerks. Es zeigt dass das Ganze mehr als die Summe von Einzelteilen ist. Die geometrischen Elementen können als Tisch oder auch als Hocker benutzt werden. Die Arbeit bezieht sich auf Offenheit, Freiheit und die ergÀnzende Zusammengehörigkeit von Einzelelementen.

Ohne Titel,
Stahl Corian, lackiertes MDF
2019 / 2022

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Esther Stocker
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Elisabeth
von Samsonow

Geboren 1956 in Bayern, studierte Elisabeth von Samsonow Kunst in den Klassen von Daniel Spoerri und Eduardo Paolozzi an der Akademie der bildenden KĂŒnste. Ihr frĂŒhes Werk umfasst Malerei und Zeichnung, darunter die Serie von feministischen, gynĂ€kologiekritischen Zeichnungen aus den 1980er Jahren als Reaktion auf eine schwere Operation.

2020 grĂŒndet sie gemeinsam mit KĂŒnstlerkolleginnen „The Land of the Goddess“, ein eco art Projekt auf einem vier Hektar großen Territorium in Niederösterreich.

Prinzessin Toskana, (Luise)
250 x 137 x 76 cm
2022

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Elisabeth von Samsonow
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Manfred Wakolbinger

Manfred Wakolbinger ist wie viele KĂŒnstler ein Suchender. Er haucht seinem bevorzugten Werkstoff, dem Metall, gleichsam Leben ein. In seinen Metamorphosen konfrontiert er Metall mit anderen Materialien, setzt es aus, stellt es zur Schau und bleibt zugleich immer ein zĂ€rtlicher Beobachter seines Arbeitsprozesses.

1952 in Oberösterreich geboren, absolvierte Manfred Wakolbinger eine Ausbildung in Metallbearbeitung und Werkzeugbau. Mit seiner Ehefrau Anna Heindl befasste er sich zunĂ€chst mit Schmuckdesign, besuchte aber auch Seminare bei Bazon Brock auf der Angewandten in Wien. Seit den 1980er Jahren ist der KĂŒnstler in internationalen Ausstellungen prĂ€sent, u.a. auf der Documenta 8 oder der Biennale von Venedig.

Stargazer 02,
Edelstahl
300 x 284 x 45 cm
2019

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Manfred Wakolbinger
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Hans Weigand

Hans Weigand beschĂ€ftigt sich in seinen Malcollagen schon lĂ€nger mit dystopisch gewendeten Freiheitsversprechungen des kalifornischen Traums. Seine psychedelisch verdüsterten, übermalten und meist großformatigen Bilder transferieren Brandung und Board, die zentralen Topoi der Westcoast-Surfromantik, in eine postapokalyptisch wirkende Küstenlandschaft. Zuletzt erweiterte Weigand für eine private Sammlung seine Strandikonografie um Skulpturen (Wellenbrecher/Panzerabwehr-Igel).

Wellenbrecher,
Aluminium
190 x 190 x 190 cm
2021

Courtesy of Gabriele Senn Galerie and the artist

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Hans Weigand
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